Evakuierungs- und Entrauchungssimulation
Wir analysieren sämtliche Gegebenheiten
Evakuierungskonzepte sind zu erstellen, wenn Zweifel bestehen, dass geplante oder vorhandene Rettungswege für die vorgesehenen Personenzahlen in einem Gebäude ausreichend sind und Standardwerte, z.B. aus der Versammlungsstättenverordnung nicht herangezogen werden können. Anhand einer Evakuierungssimulation kann dann festgestellt werden, welche Kapazitäten die Rettungswege aufnehmen können.
Im Zuge der Erstellung Ihres Evakuierungskonzepts bzw. Räumungskonzepts sind die Faktoren:
- „Mensch“ (Personenströme)
- „Gebäude“ (Rettungswege)
- „Feuer“ (Brandrauch)
vorrangig in die Betrachtungen mit einzubeziehen. Dies können bezogen auf Personen individuelle Aspekte, brandbedingte Verhaltensweisen oder hinsichtlich der Reaktionszeiten die Vertrautheit der Nutzer mit dem Gebäude, die Art des Warnsystems, das Vorhandensein geschulten Sicherheitspersonals oder die Lenkung der Personenströme auf sichere Sammelplätze sein.
Bei schwierigen Verhältnissen wie komplexen Gebäudestrukturen beurteilen wir den Schutz von Personen im Evakuierungsfall zusätzlich durch ingenieurmäßige Verfahren (Kapazitäts- und Schwachstellenanalysen), vorrangig mittels Simulationsmodellen und unter Festlegung der maßgebenden Brandszenarien. Ziel unserer Simulationen ist der Nachweis, dass:
- die Evakuierung abgeschlossen ist, bevor die flüchtenden Personen vom Brand direkt betroffen sind („raucharme Schichten“/ Rauchschutzkonzept)
- die nachgewiesene Evakuierungszeit deutlich kleiner ist als der Zeitraum bis zum Eintritt lebensbedrohlicher Bedingungen.
Die Ergebnisse unseres genehmigungsfähigen und mit den Behörden abgestimmten Evakuierungskonzepts als Teil des Brandschutzkonzepts können Sie ebenfalls den von uns erarbeiten Brandschutzplänen entnehmen.
Ähnlich wie Personenströme kann auch das Ausbreitungsverhalten von Rauch innerhalb eines 3-D-Modells simuliert werden. Daraus lassen sich Erkenntnisse ableiten, wie sich der Rauch im Falle eines Brandgeschehens in einem Gebäude ausbreitet. Da derartige Simulationen generell dreidimensional erstellt werden, ist die Höhe der Rauchschicht erkennbar, die Wirksamkeit etwaiger Rauchableitungseinrichtungen bzw. die Erfordernis zur Anbringung weiterer Rauchableitungseinrichtungen.
Im Zuge der Simulation der Rauchausbreitung, die auf Basis eines im Vorfeld zu bestimmenden Bemessungsbrandes errechnet wird, ergeben sich auch Erkenntnisse hinsichtlich der Temperaturausbreitung innerhalb des betrachteten Gebäudes und zu den Sichtweiten im verrauchten Gebäudeteil.
Häufige Fragen – Simulationen
Eine Evakuierungsübung ist sinnvoll, wenn die Wirksamkeit und Praxistauglichkeit der bestehenden Evakuierungsmaßnahmen überprüft werden sollen. Ziel ist es, realistisch zu prüfen, wie schnell und sicher Personen ein Gebäude im Notfall verlassen können. Sie ermöglicht es, Schwachstellen bei der Alarmierung, den Flucht- und Rettungswegen, der Organisation und der Räumung des Gebäudes frühzeitig zu erkennen und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten.
In eine Evakuierungssimulation fließen verschiedene bauliche, organisatorische und personenbezogene Faktoren ein. Entscheidend ist, möglichst realistisch abzubilden, wie sich Personen im Evakuierungsfall durch das Gebäude bewegen und welche Zeit dafür benötigt wird.
Eine Entrauchungssimulation zeigt, wie sich Rauch und Hitze bei einem Brand im Gebäude ausbreiten und ob die geplante Entrauchung funktioniert. Sie vergleicht die verfügbare sichere Räumungszeit mit der benötigten Räumungszeit.
Passend dazu
- Brandschutzkonzepte für Sonderbauten
- Nachweis gemäß Industriebaurichtlinie und DIN 18230
- Brandschutznachweise nach Landesbauordnung
Nachweis statt Pauschalannahme
Mit Rauchausbreitungs- und Entfluchtungssimulationen weisen wir Schutzziele dort nach, wo die Regelwerke an ihre Grenzen kommen – für Architekten, Projektentwickler und Genehmigungsbehörden. München, Stuttgart, Berlin.