Brandschutzkonzepte für Sonderbauten
Brandschutzkonzept für Sonderbauten:
Zahlreiche Gebäude erfordern als Sonderbauten Speziallösungen beim Brandschutz, die zum Teil von den gesetzlichen Vorgaben abweichen können. Für sie sind als Bestandteil der Bauunterlagen Brandschutzkonzepte einzureichen. Diese ganzheitlichen Sicherheitskonzepte umfassen alle baulichen, gebäudetechnischen und organisatorischen Elemente des Sonderbaus. Ein Brandschutzkonzept für Sonderbauten ist deshalb immer eine Speziallösung, die die Kompetenz von Fachleuten erfordert. Wir finden diese individuellen Lösungen in Übereinstimmung mit Ihren Nutzungsvorstellungen und stellen ihre behördliche Genehmigung sicher.
Brandschutzkonzept für einen geregelten Sonderbau
Liegen für einen Sonderbau Muster-Verordnungen der Bauministerkonferenz vor, spricht man von geregelten Sonderbauten. Diese Verordnungen geben Auskunft über besondere Anforderungen und Erleichterungen im Brandschutz, die Gebäude wie Hochhäuser, Beherbergungsbetriebe mit mehr als 12 Betten, Verkaufsstätten mit mehr als 2.000 m2 Brutto-Verkaufsfläche, Schulen, aber auch bestimmte Krankenhäuser und Pflegeheime betreffen. Letztere werden von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt. Das Brandschutzkonzept für einen Sonderbau muss den jeweils gegebenen Regelungen entsprechen. Unser Büro sorgt dafür, dass für Ihr Objekt eine exakte, absolut regelkonforme Planung erstellt wird.
Brandschutzkonzept für einen ungeregelten Sonderbau
Entsprechend werden Sonderbauten, für die keine dieser Sonderbauvorschriften vorliegt, ungeregelte Sonderbauten genannt. Ein individuelles Brandschutzkonzept für diese Sonderbauten regelt deren spezifische Anforderungen an den Brandschutz. Zu diesen Gebäudetypen zählen u.a. Verkaufsstätten mit einer Grundfläche zwischen 800 und 2.000 m2, Kindertageseinrichtungen, Bürogebäude mit einer Grundfläche von mehr als 1.600 m2 oder mit Räumen, die einzeln größer sind als 400 m2, Justizvollzugsanstalten oder auch bauliche Anlagen über 30 m Höhe.
Umfassende Leistungsbandbreite
Zu unseren Leistungen im Bereich Brandschutzkonzept für Sonderbauten gehört eine gewerkeübergreifende brandschutztechnische Beratung von der Projektidee über die Entwurfs- und Genehmigungsphase bis hin zur Ausführung. Wir gewährleisten die Genehmigungsfähigkeit der Planung und die Abnahme des Gebäudes, die Einhaltung von Terminen und damit auch die Kostensicherheit. Auch bei außergewöhnlichen Bauvorhaben erbringen wir den Nachweis, dass unsere ganzheitlichen Brandschutzkonzepte genehmigungsfähig sind.
Häufige Fragen – Brandschutzkonzepte für Sonderbauten
Ein Sonderbau ist ein Gebäude oder eine bauliche Anlage, bei der wegen ihrer Größe, Nutzung, Höhe oder besonderen Gefahren erhöhte Anforderungen an den Brandschutz und andere Sicherheitsanforderungen gestellt werden können.
Der entscheidende Unterschied ist, ob für den jeweiligen Sonderbau bereits spezielle bauordnungsrechtliche Vorschriften existieren, die seine besonderen Anforderungen konkret regeln.
Geregelter Sonderbau
Ein geregelter Sonderbau ist ein Sonderbau, für den es spezielle Sonderbauvorschriften gibt. Diese Vorschriften legen fest, welche zusätzlichen Anforderungen beispielsweise an den Brandschutz, die Rettungswege oder technische Anlagen gestellt werden.
Sonderbau + einschlägige Sonderbauvorschrift = geregelter Sonderbau
Ungeregelter Sonderbau
Ein ungeregelter Sonderbau liegt vor, wenn das Gebäude zwar aufgrund seiner Art, Nutzung, Größe oder anderer Merkmale als Sonderbau einzustufen ist, aber keine spezielle Sonderbauvorschrift existiert, die den konkreten Fall abschließend regelt. Dann müssen die erforderlichen Anforderungen insbesondere im Einzelfall festgelegt werden.
Die Begriffe „geregelter“ und „ungeregelter Sonderbau“ werden nicht in allen Landesbauordnungen exakt gleich verwendet. Die konkrete Rechtslage hängt daher vom jeweiligen Bundesland ab.
Ja. Auch ein Sonderbau darf grundsätzlich von bauordnungsrechtlichen Vorschriften abweichen. Die Abweichung muss je nach Vorschrift und Landesrecht entsprechend zugelassen oder anderweitig rechtlich ermöglicht werden.
Der Fachbereich Brandschutz sollte möglichst frühzeitig, idealerweise bereits in der Grundlagenermittlung bzw. Vorplanung, in die Planung eingebunden werden. Dadurch können brandschutztechnische Anforderungen frühzeitig berücksichtigt und wesentliche Planungsentscheidungen, wie die Anordnung von Rettungswegen, Brandabschnitten, Treppenräumen und Feuerwehrflächen, von Beginn an in die Gebäudeplanung integriert werden. Eine frühzeitige Einbindung reduziert zudem das Risiko nachträglicher Planungsänderungen und daraus resultierender Mehrkosten.
Passend dazu
- Brandschutznachweise nach Landesbauordnung
- Simulationen
- Prüfung von Brandschutznachweisen und -konzepten nach PrüfBau
Sonderbau geplant? Sprechen Sie früh mit uns
Für Sonderbauten nach Art. 2 BayBO, § 2 LBO Baden-Württemberg und § 2 BauO Berlin erarbeiten wir das Brandschutzkonzept – für Architekten, Projektentwickler und öffentliche Auftraggeber, abgestimmt mit Bauherren und Genehmigungsbehörde. Standorte München, Stuttgart und Berlin.